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PD Dr. Martin Bemmann

Bemmann

Lehrstuhlvertretung

 

Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte
Historisches Seminar
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Büro: KG IV, Raum 4437
Tel. +49 / (0)761 / 203 69281
Sekretariat: +49 / (0)761 / 203 97356
E-Mail: martin.bemmann@geschichte.uni-freiburg.de

 

Wissenschaftlicher Werdegang

2021

Vertreter der Professur für Neuere und Neueste Geschichte, Univ. Freiburg
Jan. 2021

Habilitation, Philosophische Fakultät, Univ. Freiburg

2016/17

Junior Fellow, Freiburg Institute for Advanced Studies

2014-21

Akad. Rat a.Z., Professur für Außereuropäische Geschichte (Ostasien), Univ. Freiburg

2013-14

Wiss. Mitarbeiter, Professur für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Univ. Freiburg

2012-13

Wiss. Mitarbeiter, Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, TU Dresden

2011-12

Freiberuflicher Historiker, Freiburg

2011

DAAD-PostDoc Stipendiat, University of East Anglia, UK

Okt. 2010

Promotion, Philosophische Fakultät, Univ. Freiburg

2010

Wiss. Mitarbeiter, Rachel-Carson-Center for Environment and Society, LMU München

2007-09

Wiss. Mitarbeiter, DFG-Projekt „Und ewig sterben die Wälder“, Professur für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte, Univ. Freiburg

2001-06

Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, der Wirtschafts- und Sozialgeschichte und der Europäischen Ethnologie, Univ. Freiburg

Stipendien und Auszeichnungen

Dez. 2019

6-monatiges Fellowship des Imre-Kertész-Kolleg, Jena (für 2021);

2016-17

10-monatiges Fellowship des Freiburg Institute for Advanced Studies;

Dez. 2012

Preis „Umweltbuch des Monats“ der Deutschen Umweltstiftung für die Monographie Beschädigte Vegetation und sterbender Wald. Zur Entstehung eines Umweltproblems in Deutschland, 1893-1970;

2011

6-monatiges PostDoc-Stipendium des DAAD für Großbritannien.

Forschungsinteressen und Forschungsprojekte

Forschungsinteressen

  • Umwelt-, Wirtschafts-, Global- und Wissensgeschichte
  • Beziehungen von ‚Ökonomie‘ und ‚Ökologie‘ in Industriegesellschaften
  • Geschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert in ihren globalen Bezügen
  • Geschichte internationaler Organisationen
  • Geschichte von Globalisierungsprozessen und von Integrationsprozessen in Europa
  • Wissensgeschichte der deutschen Amerikaemigration im 19. Jahrhundert

 

Aktuelle Projekte

Die Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit im ‚Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe‘ in den 1970er und 1980er Jahren

Das Projekt widmet sich der ‚Wissenschaftlich-Technischen Zusammenarbeit‘ im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), einer 1949 bis 1991 existierenden internationalen Organisation der ‚Ostblockstaaten‘. Es konzentriert sich dabei auf das Agieren und die Bedeutung der DDR sowie des in Moskau situierten RGW-Sekretariats. Zeitlich fokussiert das Projekt die 1970er und 1980er Jahre, in denen diese Art der Forschungskooperation einen deutlichen Aufschwung nahm.

Gemessen an der Selbstdarstellung des RGW und der institutionellen Entwicklung dieses Handlungsfeldes besaß die Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit eine große Bedeutung für die Organisation, insbesondere nach 1970. Es überrascht daher, dass sie historiographisch bisher praktisch unbeachtet blieb. Generell ist die grenzüberschreitende Forschungskooperation innerhalb des sowjetischen Blocks nur rudimentär bekannt. Mein Projekt soll deshalb Aufschluss geben über Strukturen, Akteure, Motive und Arbeitsfelder der wissenschaftlichen Kooperation innerhalb des sowjetischen Blocks sowie über die sich daraus ergebenden politischen Konsequenzen für die Zusammenarbeit der sozialistischen Länder. Zudem wird es helfen, die blockübergreifende Kooperation auf der bisher ebenfalls nur wenig erforschten Expertenebene zu beleuchten, etwa im Rahmen der UN-ECE.

Auf diese Weise strebt das Projekt das Ziel an, zu drei eng miteinander verflochtenen Forschungsfeldern beizutragen: a) zur Bedeutung und den Handlungsspielräumen internationaler Organisationen im so genannten ‚Ostblock‘, dessen Einheitlichkeit jüngere Studien gerade mit Blick auf diese Organisationen relativiert haben; b) zur politischen, ökonomischen und wissenschaftlichen Relevanz der grenzüberschreitenden Forschungskooperation innerhalb des sowjetischen Blocks für die beteiligten Institutionen und Akteure; c) zur Genese der blockübergreifenden Kooperation von Experten als Teil der Wissenschaftsdiplomatie.

Angesichts des rudimentären Forschungsstands konzentriert sich das Projekt beispielhaft auf Kooperationen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft und des Umweltschutzes. Dabei interessiert neben den zu erwartenden, gleichzeitig einenden und differenzierenden Wirkungen, die die Forschungszusammenarbeit für die Länder des sowjetischen Blocks bedeutete, auch das vermutlich zutage tretende Spannungsverhältnis zwischen der Zielsetzung, die Nutzung natürlicher Ressourcen ökonomisch effizienter zu gestalten, den technisch und wirtschaftlich begrenzten Handlungsspielräumen und der wissenschaftlichen Wissensgenerierung im Rahmen des Systemwettbewerbs.

 

Der europäische Holzwirtschaftsraum im 19. und 20. Jahrhundert. Zur komplexen Beziehungsgeschichte von ‚Ökonomie‘ und ‚Ökologie‘ in der Industriegesellschaft

Das Projekt bündelt umwelt-, wissens- und wirtschaftshistorische Perspektiven. Es widmet sich einem historiographisch bisher nur wenig beachteten Phänomen: der Herausbildung und Entwicklung eines ‚europäischen Holzwirtschaftsraums‘ im 19. und 20. Jahrhundert. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die biologischen Eigenschaften von Holz, die naturräumliche Struktur und die Klimabedingungen Europas sowie der Stand der Technik zur Folge hatten, dass die in den west- und mitteleuropäischen Industrieländern fast stetig (und bis heute) steigende Nachfrage nach Holz und Holzprodukten zum großen Teil aus Nord-, Ost- und Ostmitteleuropa gedeckt werden musste. Teils sehr aufwändige Versuche, die Rohstoffversorgung geographisch und stofflich zu diversifizieren, insbesondere durch die Nutzung der holzreichen tropischen Wälder europäischer Kolonialgebiete in Afrika und Asien, schlugen weitgehend fehl. Ich verfolge die These, dass aufgrund dessen und wegen der langen forstlichen Produktionszeiträume von 60 bis 200 Jahren in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein kontinentaler Holzwirtschaftsraum entstand, der über alle politischen und wirtschaftlichen Strukturbrüche hinweg bis in die 1960er Jahre hinein bemerkenswert stabil blieb. Politische Grenzen waren innerhalb dieses Raums zweifellos bedeutsam; viel wichtiger für seine Entstehung und Stabilisierung aber waren naturräumliche und klimatische Bedingungen. Das Projekt vereint wirtschafts-, unternehmens-, wissens- und umwelthistorische Perspektiven und verfolgt drei Ziele: a) die Industrialisierungsgeschichte Europas aus einer neuen Perspektive zu betrachten und insbesondere einen spezifischen Industrialisierungsweg zu charakterisieren, in dessen Zentrum die Holzwirtschaft stand; b) die staatliche wie privatwirtschaftliche Ressourcenpolitik in Hinsicht auf einen Rohstoff zu untersuchen, der für die Herausbildung der Industrie-, Wissens- und Konsumgesellschaften unabdingbar war, eine globale Diversifizierung der Rohstoffversorgung aber lange Zeit ausschloss; c) die komplexe, nicht auf Gegensätzlichkeiten reduzierbare Beziehungs-geschichte von ‚Ökologie‘ und ‚Ökonomie‘ an einem konkreten Beispiel empirisch dicht zu beleuchten.

Die Projektidee entstand im Zuge meiner Auseinandersetzung mit der Geschichte der Forst- und Holzwirtschaft im Europa der 1920er bis 1940er Jahre, in deren Rahmen mehrere publizierte Aufsätze entstanden. Das Imre-Kertész-Kolleg in Jena hat mir zudem zur Bearbeitung des Projekts für 2021 ein Fellowship bewilligt.

 

The International Statistical Institute and Professionalisation and Standardisation Efforts in Official Statistics, 1880s – 1930s (Edition of a Special Issue)

In past years historians have investigated the emergence of transnational expert communities in statistics and economics from the mid-nineteenth century onwards. A major object of their studies had been the International Statistical Congresses, a series of events which took place between 1853 and 1876. However, these congresses did hardly have the effects its founders had envisioned: the international standardisation of concepts and methods. Given the overall failure of the congresses it is rather surprising that its immediate successor, the International Statistical Institute (ISI), founded in 1885, has not attracted as much interest as the congresses. After all, the ISI has been a key institution for the shaping of international standards to statistically observe social phenomena ever since. By focusing on the ISI between the 1880s and the 1930s, this special issue aims to re-direct the attention of scholars and to assess the role of this organisation for international professionalisation and standardisation efforts in the field of official statistics. It will include articles of M. Bemmann, J.-P. Horstmann, M. Mespoulet, M. Rempe, L. Renard and Y. Stricker, D. Speich Chassé and T. Wobbe. They will, on the one hand, shed light on the relevance the ISI had for changes in the organisation and observation techniques of statistical authorities. This will highlight the always present conflicting rationalities of scientific universalism and the necessary adaptation to regional/national peculiarities. On the other hand, contributors will focus on the importance the ISI had for the international discussion and acceptance of certain social scientific concepts. This includes ‘international migration’, ‘[demographic] census’, ‘development’, ‘labour force’, ‘national income’ and ‘world economy’. All essays will ask for the ISI’s actors, working procedures and the formal and informal networks which it made effective or ineffective. The issue pursues the hypothesis that the ISI played a major role in discussing and shaping these hugely influential concepts, but that it often did not have such an effect in a direct way.

 

Abgeschlossene Projekte

Weltwirtschaftsstatistik. Internationale Wirtschaftsstatistik und die Geschichte der Globalisierung, 1850-1950 (Habilitationsschrift; Manuskript Freiburg 2020)

Aus einer globalhistorischen Perspektive untersucht die Studie die Genese internationaler Wirtschaftsstatistik zwischen 1850 und 1950. Im Mittelpunkt steht damit ein bis heute zentrales Instrument der Generierung ökonomischen Wissens. Mich interessierte zum einen, welche Akteure aus welchen Gründen und mit welchen Mitteln versuchten, die ‚Welt‘ zähl- und damit lesbar zu machen. Die Akteurs- und Motivvielfalt sind dabei ein ebenso bemerkenswertes Ergebnis wie die von politischen und wirtschaftlichen Machtgefällen sowie von kulturellen Differenzen charakterisierte Etablierung und Entwicklung der nötigen Infrastrukturen. Zum anderen ging ich der Frage nach, inwiefern die dabei entstehenden Statistiken das globale Bewusstsein der Zeitgenossen beeinflussten. Die Darstellung grenzüberschreitender ökonomischer Phänomene und Prozesse in wirtschaftsstatistischen Ländervergleichen spiegelt zeitgenössische Verständnisse von globalen Zusammenhängen ebenso wider, wie sie solche prägte und veränderte.

Die Studie zeigt darüber hinaus, wie die internationale Statistik sowohl Folge, Symptom und Katalysator von Globalisierungsprozessen im materiellen und diskursiven Sinne war als auch gleichzeitig Nationalstaatsbildungen Vorschub leistete. Hervorzuheben ist vor allem das Ergebnis, dass wirtschaftsstatistische Ländervergleiche aufgrund methodischer und darstellerischer Gründe mit einer diskursiven Egalisierung aller betrachteten Länder einherging, zu denen seit dem 19. Jahrhundert, vor allem aber ab dem Ersten Weltkrieg auch politisch abhängige Territorien gehörten. Sie ebneten so einer bis heute politisch wirksamen Weltwahrnehmung den Weg, die den Globus als Summe formal gleichartiger Länder imaginierte, welche sich in erster Linie hinsichtlich ihres sozioökonomischen Entwicklungsstandes voneinander unterschieden. Globale Ungleichheiten wurden dadurch nicht mehr qualitativ, sondern quantitativ repräsentiert und erschienen so grundsätzlich verminderbar.

 

Beschädigte Vegetation und sterbender Wald. Zur Entstehung eines Umweltproblems in Deutschland, 1893-1970 (Dissertationsschrift; veröffentlicht: Göttingen 2012).

Diese Monographie entstand im Rahmen des Freiburger DFG-Projekts Und ewig sterben die Wälder (2006-2009). Sie konzentriert sich auf die Frage, wie in Deutschland zwischen den 1890er und 1970er Jahren im Zusammenspiel von wissenschaftlicher Forschung, öffentlichen Debatten und politischem Diskurs bereits bekannte Waldschadensphänomene diskursiv als gesellschaftlich relevante Umweltprobleme gerahmt wurden. Aus einem Problem von Waldbesitzern und Industriellen, das rechtlich einhegbar und wissenschaftlich-technisch lösbar erschien, wurde im Laufe der Zeit ein gesellschaftliches Problem, das nur politisch adressiert werden konnte. Eine zentrale Erkenntnis der Studie ist, dass nicht Expertenwissen ausschlaggebend für diese neuartige Problematisierung war, sondern Wissensbestände, die sich auf Alltagserfahrungen und populäre Darstellungen stützten.

 

Publikationen und Vorträge

Monographien

  • Weltwirtschaftsstatistik. Internationale Wirtschaftsstatistik und die Geschichte der Globalisierung, 1850-1950, Habilitationsschrift, Freiburg 2020 [Manuskript, 719 Seiten].
  • „Beschädigte Vegetation“ und „sterbender Wald“. Zur Entstehung eines Umweltproblems in Deutschland, 1893-1970 (Umwelt und Gesellschaft, Bd. 5), Göttingen 2012.

 

Herausgeberschaft

  • Ökologische Modernisierung. Zu Geschichte und Gegenwart eines Konzepts in Umweltpolitik und Sozialwissenschaften, Frankfurt/Main / New York 2014. [zusammen hrsg. mit Birgit Metzger und Roderich von Detten].
  • Unberechenbare Umwelt. Zum Umgang mit Unsicherheit und Nicht-Wissen, Wiesbaden 2013 [zusammen hrsg. mit Fenn Faber und Roderich von Detten].

 

Aufsätze

  • Koloniale Forstwirtschaft und die ökologischen Grenzen imperialen Ressourcenzugriffs; [zusammen mit Michael Mann] erscheint in: Eva BRUGGER / Alexander ENGEL (Hrsg.): Kolonialismus und Ökonomie (Handbücher zur Wirtschaftsgeschichte, Bd. 3), Berlin / Boston 2022 [in Vorbereitung].
  • The League and the World. How and Why the League of Nations shaped the Statistical Image of the World Economy; erscheint in: Aurora ALMADA E SANTOS / Yvette SANTOS (Hrsg.): A Century of Internationalisms. The Promise and Legacies of the League of Nations, London / New York: Routledge 2022.
  • When the World Economy Came into Being. The Supreme Economic Council and the Establishment of ‘World Economic Statistics’; erscheint in: Eckart CONZE / Laurence BADEL / Axel DRÖBER (Hrsg.): The Paris Peace Conference of 1919 and the Challenge of a New World Order, Oxford / New York: Berghahn, 2022.
  • Comparing Economic Activities on a Global Level in the 1920s and 1930s. Motives and Consequences; in: Willibald STEINMETZ (Hrsg.): The Force of Comparison. A New Perspective on Modern European History and the Contemporary World (New German Historical Perspectives, Bd. 11), Oxford / New York 2019, S. 242-265.
  • Internationale und Weltwirtschaftsstatistik. Beobachtungen, Überlegungen und Thesen zur Genese internationaler Wirtschaftsstatistik in den 1920er und 1930er Jahren; in: Stefan HAAS / Michael C. SCHNEIDER / Nicolas BILO (Hrsg.): Die Zählung der Welt. Kulturgeschichte der Statistik vom 18. bis 20. Jahrhundert (Studien zur Alltags- und Kulturgeschichte, Bd. 32), Stuttgart 2019, S. 195-217.
  • Cartels, Grossraumwirtschaft, and Statistical Knowledge. The Comité International du Bois, the Centre International du Sylviculture and the Challenge to Govern Europe’s Forest Resources in the 1930s and 1940s; in: Liesbeth van de GRIFT / Amalia RIBI FORCLAZ (Hrsg.): Governing the Rural in Interwar Europe (Routledge Studies in Modern European History, Bd. 48), New York / London 2018, S. 233-258.
  • Industrial Pollution in the Late Nineteenth and Early Twentieth Centuries. The Example of Forest Damages caused by Air Pollution; in: Gabriele DÜRBECK et al. (Hrsg.): Ecological Thought in German Literature and Culture (Lexington Ecocritical Theory and Practice Series), Lanham et al. 2017, S. 175-191.
  • Nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung in Deutschland – quo vadunt?; [zusammen mit Albrecht Bemmann] in: Stefan KLOTZ / Haik Thomas PORADA / Vera DENZER (Hrsg.): Wald im Spannungsfeld der Interessen. Beiträge vom VI. Werkstattgespräch des Wissenschaftlichen Beirats der Buchreihe „Landschaften in Deutschland“ (forum IfL, Bd. 31), Leipzig 2016, S. 99-120.
  • Das Chaos beseitigen. Die internationale Standardisierung forst- und holzwirtschaftlicher Statistiken in den 1920er und 1930er Jahren und der Völkerbund; in: Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte 57 (2016), S. 545-587.
  • Einleitung; [zusammen mit Birgit Metzger und Roderich v. Detten] in: Martin BEMMANN / Birgit METZGER / Roderich v. DETTEN (Hrsg.): Ökologische Modernisierung. Zu Geschichte und Gegenwart eines Konzepts in Umweltpolitik und Sozialwissenschaften, Frankfurt/Main / New York 2014, S. 7-32.
  • „Ökologische Modernisierung“ vor 1980? Zum historiographischen Erklärungspotential eines sozialwissenschaftlichen Konzepts; in: Martin BEMMANN / Birgit METZGER / Roderich v. DETTEN (Hrsg.): Ökologische Modernisierung. Zu Geschichte und Gegenwart eines Konzepts in Umweltpolitik und Sozialwissenschaften, Frankfurt/Main / New York 2014, S. 233-250.
  • Das Waldsterben – ein „modernes“ Umweltproblem?; in: Roderich v. DETTEN (Hrsg.): Das Waldsterben. Rückblick auf einen Ausnahmezustand, München 2013, S. 16-29.
  • Einleitung; [zusammen mit Roderich von Detten und Fenn Faber]; in: Roderich von DETTEN / Fenn FABER / Martin BEMMANN (Hrsg.): Unberechenbare Umwelt. Zum Umgang mit Unsicherheit und Nicht-Wissen, Wiesbaden 2013, S. 7-12.
  • Im Zentrum des Markts. Zur Rolle Großbritanniens im internationalen Holzhandel der 1930er Jahre; in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 99 (2012), S. 142-170.
  • „Erst stirbt der Wald, dann stirbt der Mensch“. Was hatte das Waldsterben mit dem deutschen Waldmythos zu tun?; [zusammen mit Birgit Metzger und Roland Schäfer]; in: LANDSCHAFTSVERBAND WESTFALEN-LIPPE (Hrsg.): Mythos Wald, Münster 2009, S. 43-53.
  • „Wir müssen versuchen, so viel wie möglich aus dem deutschen Wald herauszuholen.“ Zur ökonomischen Bedeutung des Rohstoffes Holz im ‚Dritten Reich‘; in: Allgemeine Forst- und Jagdzeitung 179 (2008), S. 64-69.
  • Und ewig sterben die Wälder. Das deutsche Waldsterben als historisches Phänomen; [zusammen mit Birgit Metzger und Roland Schäfer]; in: Revue d’Allemagne et des pays de la langue allemande 35 (2007), S. 423-436.
  • „… kann von einer schonenden Behandlung keine Rede sein“. Zur forst- und landwirtschaftlichen Ausnutzung des Generalgouvernements Warschau durch die deutsche Besatzungsmacht, 1915-1918; in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 55 (2007), S. 1-33.
  • Zu Bruno Schiers Wirken in der ersten Hälfte der 1940er Jahre; in: Volkskunde in Sachsen 18 (2006), S. 9-33.

 

Rezensionen

Mehr als 40 Rezensionen in: Archiv für Sozialgeschichte; Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde; Comparativ; Das Historisch-Politische Buch; H-Soz-Kult; Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde; Neue Politische Literatur; Sehepunkte; Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte; Zeitschrift für Agrargeschichte und Agrarsoziologie.

 

Vorträge

  • Ein reales Konstrukt. Die Weltwirtschaftsstatistik und die Plausibilisierung der ‚einen Weltwirtschaft‘ in den 1920er und 1930er Jahren Forschungskolloquium von Karin Zachmann, TU München, 8. Februar 2021.
  • "We are dealing with the world..." Internationale Wirtschaftsstatistik, die Entstehung der Weltwirtschaft und Globalisierungsprozesse, 1850-1950; Forschungskolloquien von Susanne Schötz / Gerd Schwerhoff, Technische Universität Dresden, 21. November 2019.
  • "We are dealing with the world..." Internationale Wirtschaftsstatistik, die Entstehung der Weltwirtschaft und Globalisierungsprozesse, 1850-1950; Forschungskolloquien von Jörn Leonhard / Sabine Dabringhaus, Universität Freiburg, 5. November 2019.
  • Was There a Difference? The Development of International Economic Statistics and the Observation of Colonies; Workshop Views and Construction of Global Numbers. On the History and Sociology of Colonial and International Statistics, Centre Marc Bloch, Berlin 7./8. Oktober 2019.
  • The League and the World. How and Why the League’s Economic Intelligence Service Shaped the Statistical Image of the World Economy; Konferenz A Century of Internationalisms. The Promise and Legacies of the League of Nations, Lisbon, 19./20. September 2019.
  • How to Measure the Unmeasurable? Intractable Nature, Continental Wood Balances and the Emergence of the ‘Roundwood Equivalent’ in the Early 20th Century; Rural History Conference, Paris, 10.-13. September 2019.
  • When the World Economy Came Into Being. The Supreme Economic Council and the Establishment of ‘World Economic Statistics’; Konferenz The Paris Peace Conference of 1919 and the Challenge of a New World Order, Deutsches Historisches Institut, Paris, 5.-8. Juni 2019.
  • „We are dealing with the World…“ Internationale Wirtschaftsstatistiken und Globalisierungsprozesse; Forschungskolloquium von Sabine Dabringhaus / Martin Rempe, Universität Freiburg, 15. Januar 2019.
  • Den Frieden organisieren. Der Völkerbund und die kollektive Sicherung des Weltfriedens; Ringvorlesung des akademischen Mittelbaus des Historischen Seminars der Universität Freiburg zum Thema „Krieg und Frieden in historischer Perspektive“, 10. Dezember 2018.
  • The Establishment of ‘World Economic Statistics’ in the 1920s and 1930s and Its Relevance for Economic Thinking and Acting; Humanities and Social Science Colloquium, FRIAS, Universität Freiburg, 10. Juli 2017.
  • From Slovakia to Burma. Forest Related Rural Development Schemes and Knowledge Transfers between National Socialist Europe and Post-Colonial Asia, 1940s to 1950s; Biannual Conference European Society for Envrionmental History, Zagreb, 28. Juni – 02. Juli 2017.
  • To Place India in Her True International Perspective. Zum Zusammenhang von globalem Vergleich und globaler Konkurrenz am Beispiel der internationalen Standardisierung von Wirtschaftsstatistik in den 1920er und 1930er Jahren; Workshop Die Voraussetzungen und Folgen globaler Vergleiche; Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie, Universität Zürich, 21.-23. Juni 2017.
  • Competition and Cooperation. Motives Behind and Consequences of International Economic Statistics in the Era of the World Wars; Workshop Relevance of International Economic Statistics in the 20th Century, FRIAS, Universität Freiburg, 9./10. Juni 2017.
  • Weltwirtschaft, Statistik und Globalisierung in den 1920er und 1930er Jahren. Überlegungen zu Zusammenhängen; Forschungskolloquium von Werner Plumpe, Universität Frankfurt, 25. April 2017.
  • „We are dealing with the World and not with Europe alone.“ Die Etablierung der ‚Weltwirtschaftsstatistik‘ und die Frage der Globalisierung in den 1920er und 1930er Jahren; Forschungskolloquium von Peter Kramper, Universität Bielefeld, 31. Januar 2017.
  • „We are dealing with the World and not with Europe alone.“ Die Etablierung der ‚Weltwirtschaftsstatistik‘ und die Frage der Globalisierung in den 1920er und 1930er Jahren; Forschungskolloqium Forum Internationale Wissenschaft, Bonn, 17. Juli 2016.
  • Comparing Economies on a Global Level in the 1920s and 1930s; Workshop The Force of Comparison. A New Perspective on Modern European History and the Contemporary World, St. Anthony’s College, Oxford, 17./18. Juni 2016.
  • Zur Entstehung der „Weltwirtschaftsstatistik“ in den 1920er und 1930er Jahren; Workshop Geschichte und Soziologie von globalen Zahlen, Universität Luzern, 27.-29. Mai 2016.
  • The Establishment of 'World Economic Statistics' and the ILO during the 1920s. Infrastructures, Networks and Classifications; Workshop Die Internationale Arbeitsorganisation als Klassifizierer der (Arbeits-)Welt?, International Research Center „Work and Human Lifecycle in Global History“, Berlin, 25./26. Februar 2016.
  • Shaping a Global Language for a Global Public. The League of Nations and the Establishment of ‘World Economic Statistics’; Konferenz The Global Public. Its Powers and its Limits, German Historical Institute, London, 22.-24. Oktober 2015.
  • Wozu internationale Wirtschaftsstatistik in einer Zeit wirtschaftlicher Deglobalisierung? Beobachtungen, Überlegungen, Thesen; Konferenz Die Zählung der Welt. Kulturgeschichte der Statistik vom 18. bis 20. Jahrhundert, Universität Göttingen, 16.-18. September 2015.
  • Die Weltwirtschaft erfassen – und erschaffen. Der Völkerbund und die Etablierung internationaler Wirtschaftsstatistiken in der Epoche der Deglobalisierung, 1919-1946; Forschungskolloquium von Jürgen Osterhammel, Universität Konstanz, 14. Juli 2015.
  • The 'Comité International du Bois', the 'Food and Agriculture Organization' and the Development of International Timber Statistics, 1932-1948; Konferenz Revisiting the Historical Connections between Agriculture, Nutrition, and Development. The United Nations Food and Agriculture Organization (FAO) in a Global Context, Institute for European Global Studies, Basel, 29.-30. August 2014.
  • Die Weltwirtschaft erschaffen. Der Völkerbund und die Etablierung internationaler Wirtschaftsstatistiken; Oberseminar von Jens Ivo Engels, Technische Universität Darmstadt, Juli 2014.
  • 'One World in Statistics'. Did the League of Nation's Survey of Global Economic Processes Help to Shape the Notion of a Single World Economy?; Workshop The Concept of the World Economy. Intellectual Histories, Wissenschaftszentrum Berlin, 30.-31. Mai 2014.
  • Damaged Vegetation and Dying Forests. On the Construction of an Environmental Problem in Germany, 1893-1970; Workshop Environmental Histories: Pasts and Futures, The Nehru Memorial Museum and Library, New Delhi, 21.-22. März 2014.
  • Constructing the World Economy. On the Relevance of the League of Nations for the Statistical Survey of the World's Economy, 1919-1946; Konferenz Economic Rationalites, Aarhus University, 24.-25. Januar 2014.
  • Fläche – Lebewesen – Ökosystem. Zum Wandel von Waldbildern in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert oder: Wie entstehen Umweltprobleme?; Forschungskolloquium von Thomas Hänseroth, Technische Universität Dresden, 16. Juli 2013.
  • Hitler’s Raw Material? Nazi Strategies and the Internationalization of the Timber Industry during World War II; Konferenz Strategizing Raw Materials. Business, Government, History & Planning, University of Strathclyde. Business School, Glasgow, 24.-26. Juli 2013.
  • Die Erfassung der Weltwirtschaft. Zur Rolle des Völkerbunds in der Etablierung internationaler Wirtschaftsstatistiken; Forschungskolloquium von Franz-Josef Brüggemeier / Willi Oberkrome, Universität Freiburg, 13. Mai 2013.
  • Die Erfassung der Weltwirtschaft. Zur Rolle des Völkerbunds in der Etablierung internationaler Wirtschaftsstatistiken; Forschungskolloquium von Susanne Schötz / Gerd Schwerhoff / Winfried Müller, Technische Universität Dresden, 18. April 2013.
  • „Ökologische Modernisierung“ vor 1980? Zum historiographischen Erklärungspotential eines sozialwissenschaftlichen Konzepts; Tagung Leben wir in einer ökologisch modernisierten Gesellschaft? Theorie und Praxis des Konzepts der „ökologischen Modernisierung“ in Geschichte und Gegenwart, Freiburg, 28. Februar – 1. März 2013.
  • Stirbt der Wald – stirbt das Volk. Forstwissenschaft und Forstwirtschaft in der ‚ersten’ deutschen Waldsterbensdebatte 1945-1949; Forstwissenschaftliche Tagung, Freising, 19.-21. September 2012.
  • „Hitler’s Raw Material“? Die europäische Holzwirtschaft und die nationalsozialistische ‚Neue Ordnung‘; Workshop Neue Forschungen zum Zweiten Weltkrieg, Militärgeschichtliches Forschungsamt, Potsdam, 10.-11. Mai 2012.
  • Forstwirtschaft zum Wohle der Waldbesitzer oder zum Wohle der Allgemeinheit? Zum Wandel von Argumentation und Verhalten von Waldbesitzern und Forstlobby angesichts wirtschaftlicher Krisen in den 1930er und in den 1960er Jahren; Workshop Von der Konflikt- zur Verflechtungsgeschichte? Wirtschaft und Umwelt seit 1945, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam, 29.-30. September 2011.
  • The Timber Problem. The League of Nations and the International Timber Trade during the 1930s; Konferenz Towards a New History of the League of Nations, Genf, 25.-26. August 2011.
  • Fläche, Lebewesen, Ökosystem. Zum Wandel des Waldbildes in der deutschen Öffentlichkeit und dessen Folgen für die Forstwirtschaft, 1900-1970; Forschungskolloquium von Cornel Zwierlein, Ruhr-Universität Bochum, 12. Juli 2011.
  • “Damaged Vegetation” and “Dying Forests”. On the Construction of an Environmental Problem in Germany during the 20th Century; Workshop of the Rachel-Carson-Center for Environment and Society, 1. März 2010.
  • “Damaged Vegetation” and “Dying Forests”. On the Construction of an Environmental Problem in Germany during the 20th Century; First World Congress of Environmental History, Kopenhagen/Malmö, August 2009.
  • Autarky, Wood and Science. The Second World War, Forestry and the Upswing of Forest and Wood Sciences in Germany; Fourth ESEH Conference, Amsterdam, Juni 2007.